Chronik

IAFL European Chapter Young Lawyer' Award 2026

Dr. Alfred Kriegler

Was ist das Thema des Young Lawyers Award 2026?

In diesem Jahr sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, eine Arbeit zu einer Fallstudie über elterliche Verantwortung, Unterhalt und eheliches Vermögen einzureichen. Die vollständigen Details der Fallstudie finden Sie weiter unten. Die Beiträge sollten idealerweise in englischer Sprache verfasst sein. Wenn ein Bewerber jedoch lieber in seiner eigenen Sprache schreiben möchte, können Übersetzungen angefordert werden. Die Beiträge sollten 3.000 Wörter (ohne Quellenangaben) nicht überschreiten.

Wer kann einen Beitrag einreichen?

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten qualifizierte, praktizierende Familienanwältinnen oder Familienanwälte mit bis zu zehn Jahren Qualifikation und/oder Erfahrung sein, die in einem europäischen Rechtsgebiet ansässig sind. Bewerbungen von Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren, angehenden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten oder ähnlichen Berufsgruppen sind willkommen. Die Beiträge sollten sich direkt auf die unten stehende Fallstudie beziehen und dürfen weder veröffentlicht worden sein noch zur Veröffentlichung an anderer Stelle vorgesehen sein.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Einsendeschluss ist Freitag, der 8.5.2026. Die Beiträge sind elektronisch an Ele Dexter, IAFL European Chapter Manager, ele.dexter(at)iafl.com zu senden. Eine Jury aus Mitgliedern des European Chapter bewertet die Beiträge auf der Grundlage der rechtlichen Analyse der Fragen, die im Zusammenhang mit der Fallstudie gestellt werden. Die Gewinner werden am Freitag, dem 26.6.2026, bekannt gegeben. 

Was sind die Preise?

Der erste Preis ist mit € 1.000,- dotiert. Die beiden Zweitplatzierten erhalten jeweils € 500,-.

Der Gewinner und die Zweitplatzierten erhalten außerdem einen Zuschuss von bis zu € 500,- für Reise- und Unterkunftskosten sowie eine kostenlose Anmeldung zur IAFL-Konferenz „Einführung in das europäische Familienrecht“, die am 15. und 16.10.2026 in Tirana, Albanien, stattfindet.

Fallstudie

Josh, 40, australischer Staatsbürger, ist Rechtsanwalt in London (für Schotten: Anwalt in Edinburgh, für Nordiren: Rechtsanwalt in Belfast).

Er heiratete Maria, 38, argentinische Staatsbürgerin, am 20.9.2015 in Buenos Aires.

Das Paar hat zwei Kinder, Marcello (10) und Nina (8).

Nach ihrer Heirat lebten Josh und Maria in London (Edinburgh für Schotten, Belfast für Nordiren). Im Jahr 2019 kauften sie ein zweites Zuhause in Ihrem Bundesstaat (die Teilnehmer aus Großbritannien lesen bitte „Portugal”).

Während der Covid-Pandemie zogen sie in ihr zweites Zuhause. Sie fanden das Leben dort angenehmer und weniger chaotisch als in London (Edinburgh oder Belfast). Daher beschlossen sie, sich ab 2021 dauerhaft dort niederzulassen. Die Kinder wurden in der örtlichen Schule angemeldet. Maria fand dort einen Job. Josh reist bei Bedarf nach London (oder Edinburgh oder Belfast) hin und her, kann aber an vielen Anhörungen per Videokonferenz teilnehmen. Josh behielt eine Mietwohnung in London (oder Edinburgh oder Belfast), zahlte dort weiterhin Einkommenssteuer und verbringt etwa 40 % seiner Arbeitszeit in England (oder Schottland oder Nordirland).

Die Beziehung zwischen den Ehegatten verschlechterte sich, und Josh beschloss während einer seiner Reisen nach London, vor einem englischen (oder schottischen oder nordirischen) Gericht die Scheidung einzureichen. Am selben Tag reichte Maria, die einen Anwalt in Ihrem Land (Portugal, wenn Sie aus dem Vereinigten Königreich kommen) konsultiert hatte, dort ebenfalls die Scheidung ein.

Die Ehegatten behalten ihre jeweilige australische und argentinische Staatsangehörigkeit.

Marcello hat kürzlich den starken Wunsch geäußert, wieder in England (oder Schottland oder Nordirland) zu leben, wo er sich seinem Vater näher fühlt, während Nina keine ähnliche Meinung geäußert hat.

Wie würde die Gerichtsbarkeit Ihres Landes (Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich sollten ihr Land, das Vereinigte Königreich, lesen) in einem Fall wie diesem die Frage des internationalen Privatrechts entscheiden?

In Bezug auf die Scheidung

In Bezug auf die Kinder (elterliche Verantwortung/Sorgerecht/Umgangsrecht und Unterhalt).

In Bezug auf finanzielle Angelegenheiten (Unterhalt und Aufteilung des ehelichen Vermögens) im Zusammenhang mit der Scheidung

 

Viel Glück und denken Sie daran, dass die Beiträge 3.000 Wörter (ohne Referenzen) nicht überschreiten sollten.